Musik

Black Swift im Zwölfzehn

Getreu meinem Wochen-Motto vom Fotoprojekt letztens stand mal wieder ein Auftritt einer mir weitgehend unbekannten Band in einem kleinen Venue an. Auf Black Swift war ich dieses Mal durch das Stuttgarter Stadtmagazin Lift aufmerksam geworden. Ein paar Hörproben klangen interessant und der Anlass war die Veröffentlichung der ersten CD. Schauen (und Hören) wir uns das doch mal an.

Scream Eine Vorband war eigentlich nicht angekündigt worden, aber die Musiker, die da auf der Bühne standen, kamen mir bekannt vor. Und tatsächlich, es waren Swim Bird Fly, die ich ja auch schon öfters gesehen hatte. Sängerin Barbara Hernandez war wieder in, äh, üblicher Form was die Kommentare zwischen den Songs anging. Zitat: I'm a butterfly. Nach Problemen mit dem Ton drohte Sie dem Tontechniker gar I'm going to eat your head. Na ja. Singen kann sie aber unbestreitbar und ein paar neue Songs gab's auch zu hören. Netter, und vielleicht ein wenig langer Auftritt, wie die Band selbst bemerkte: Sally will ja auch noch spielen.

Die erwähnte Sally ist Sally Grayson, die bisher wohl Black Swift weitgehend alleine verkörpert hatte, an diesem Abend aber mit Band auf der Bühne stand. Zusätzlich zum erfreulichen Anlass der Veröffentlichung des ersten Albums hatte sie auch noch Geburtstag, und so gab es in der Umbaupause, ganz traditionell amerikanisch, Milk and Cookies fürs Publikum.

Black SwiftNach den Hörproben hatte ich Black Swift eher in die Richtung Blues Rock (ein bisschen wie Becky Lee) eingeordnet. Zu hören gab es das an diesem Abend auch, aber es waren auch andere Töne dazwischen, die eher in Richtung Folk oder gar Country gingen. Ich muss mir wohl erst einmal das Album in Ruhe anhören und eine Neueinordnung vornehmen.

Das Zeitproblem holte uns dann wieder ein: Ab 23 Uhr sollte ein DJ auflegen und Sally stand plötzlich vor dem Problem, noch 5 Songs auf der Setlist zu haben, für die aber nicht mehr genug Zeit blieb. So wurde einer kurzerhand übersprungen und die Zugabe ohne Abgang und Wieder-Herbeiklatschen auch gleich angehängt. Für die Zugabe wurden eigens Wunderkerzen herumgereicht und auf Handzeichen entzündet und Mitsingen war auch angesagt (definitiv kein Blues Rock). Schön war's - und die Luft im kleinen Zwölfzehn damit auch endgültig verbraucht.

Die CD habe ich mir natürlich noch mitgenommen. Man konnte 15 oder 20 Euro dafür zahlen, wenn man wollte. Sie kommt als kleines Buch daher, mit Collagen von Sally, die sich damit auch als Künstlerin betätigt. Die Typographie ist aber schlimm - die Texte absichtlich mit riesigen Abständen im Blocksatz zu setzen ist weder originell noch fördert es die Lesbarkeit. Musik kann sie zum Glück besser.

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