Musik

Emily Barker im Laboratorium

Nanu - es ist ja schon März und erst jetzt schaffe ich es zu meinem ersten Konzertbesucht des Jahres. Wenn das so weitergeht, unterbiete ich noch das Vorjahr.

Ins Laboratorium komme ich ja gefühlt auch nur alle zwei Jahre. Aber für Emily Barker ist das wahrscheinlich eine gute Location. Das Stammpublikum dort sorgt eigentlich automatisch für ein volles Haus - kein Vergleich zu ihrem Auftritt im nur spärlich gefüllten Keller Klub.

Emily Barker Als Vorprogramm kam ein großer Mann mit Gitarre auf die Bühne - und bewies, dass er auch eine große Stimme hat (und mit der Gitarre umgehen kann). Pete Roe heißt er und das Publikum war gleich sehr angetan. Zudem kämpfte er sich tapfer auf Deutsch durch seine Ansagen. Nur, als es darum ging, dem Publikum zu vermitteln, dass die Musiker gerne die roten Gummiringe von den Wulle-Flaschen hätten, musste er mal auf Englisch zurück. Offenbar sind die Gummis an verschiedenen Stellen an einer Gitarre (Halterung und Tonanschluss) sehr praktisch einzusetzen. Auch Emily kam später noch einmal darauf zurück. Was man nicht alles bei einem Konzert lernt ...

Nach einer guten halben Stunde räumte Pete Roe die Bühne, nur um nach einer kurzen Pause zusammen mit Emily Barker und den beiden anderen Musikern wieder zu kommen. Pete kümmerte sich fortan überwiegend um die Keyboards, dazu kamen Schlagzeug und Bass.

Es begann dann gleich damit, dass Emilys Mikro nicht funktionierte (falsches Kabel eingesteckt), was ihr den Stoßseufzer It's going to be one of those gigs entlockte. Womit sie leider recht behalten sollte, denn die Technik spielte ihr im Laufe des Abends noch so den einen oder anderen Streich.

Emily Barker Doch davon ließen sich weder die Musiker noch das Publikum die Laune verderben. Es gab einen Querschnitt durch das komplette Werk, natürlich inkl. "Nostalgia" (in der Nicht-BBC-Version, akustisch und solo). Aber auch neue Stücke standen auf dem Programm, u.a. vom demnächst erscheinenden neuen Album sowie einer eigens produzierten Tour-EP. Der eine oder andere neue Song war vielleicht etwas "bland", wie man im Englischen sagt - ich bin ja eher ein Fan der älteren, Folk-orientierten Sachen. Aber mal abwarten, vielleicht muss ich mich da auch erst einhören.

Erwähnenswert ist noch die Geschichte, die sie von ihrem freien Tag in Augsburg erzählte. Da ging sie nämlich in Begleitung ihres Bassisten in die Sauna. Und das Publikum lachte, weil es sich schon denken konnte, was passiert war. Sie als in England lebende Australierin war mit den deutschen Sauna-Regeln natürlich nicht vertraut und musste sich erst mal belehren lassen, dass man sich da nackert macht. Kommentar von Pete Roe: "Erinnert mich daran, nie mit Euch auszugehen ..."

Schönes Konzert, trotz der kleinen Pannen und der aus meiner Sitzposition etwas eingeschränkten Sicht (durch das riesige zweite Mikro). Gerne wieder. Ich habe mir natürlich noch die Tour-EP und eine CD von Pete Roe mitgenommen.

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