Alltag

Die Große Papierschlacht im Wohnzimmer

Nach fünf (oder waren es sechs?) großen Räumaktionen unter Einbeziehung der ganzen Familie war es dann vor ein paar Wochen endlich geschafft und das Haus des Anfang des Jahres verstorbenen Onkels war endlich ausgeräumt. Alle Beteiligten haben im vergangenen Jahr daraufhin angefangen, auch bei sich zuhause regelmäßig auszumisten - so etwas will keiner seinen Nachkommen hinterlassen.

Da bei mir auch eine berufliche Änderung ansteht und ich noch diversen unsortierten Papierkram herumliegen hatte, habe ich am Freitag zwei dicke Aktenordner und mehrere Mappen gekauft und mich in die lange aufgeschobene Papierschlacht gestürzt. Hat nicht jeder von uns diese eine Schublade (o.ä.), in der der ganze Papierkram unsortiert landet? Das musste nun sortiert werden, was schnell Kreise zog, da die Ordner, in die diverse Dokumente einzusortieren waren, auch schon voll waren. Und so führte eines zum anderen.

Zwei Tage lang sah mein Wohnzimmer aus, als hätte jemand die Altpapiertonne darin ausgeleert. Und so verkehrt ist das Bild auch gar nicht, denn am Ende der insgesamt 16(!) Stunden Sortierarbeit landeten vier Papierkörbe voller altem Kram tatsächlich in der Papiertonne.

Was man aber auch alles aufhebt ... Fahrkarten und Hotelrechnungen von allen bisherigen FrOSCons, etwa. Amazon-Lieferscheine bis zurück an den Anfang des Jahrtausends. Prospekte und Flyer, die längst uninteressant geworden sind. Behördenschreiben und Rechnungen, die längst niemanden mehr interessieren.

Um es positiv zu formulieren: Wenn man gewerblich tätig ist, muss man Unterlagen ja 10 Jahre lang aufheben. Diese Vorgabe halte ich locker ein.

Übrig geblieben sind - neben viel weniger Papier, das dafür jetzt ordentlich in Ordner einsortiert ist - auch einige kleinere Stapel nach dem Motto "will ich nicht wegwerfen, lässt sich aber nicht so richtig einsortieren". Ich tendiere gerade stark dazu, die nun einfach in die - erfreulicherweise komplette leere - ehemalige Horror-Schublade zu stecken. Und vielleicht in ein paar Monaten nochmal reinzuschauen.

Wichtig ist jetzt erst einmal zu verhindern, dass es noch einmal so weit kommt. Eine klare Strategie für eingehendes Papier muss her. Konsequenteres Wegwerfen und häufigeres Durchsichten wären schon einmal ein Anfang.

Hat jemand Tipps dazu?

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