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Ironblogging Stuttgart, Feed-up Nr. 4

Die Stuttgarter Ironblogger waren wohl zuletzt recht fleißig gewesen, denn das letzte gemeinsame Verfeiern der angelaufenen "Strafzahlungen" für das Nicht-Bloggen ist nun doch schon eine ganze Weile her.

Der Anlass führte mich dann auch zum ersten Mal in das (mittlerweile nicht mehr so) neue Einkaufszentrum Milaneo an der Stadtbibliothek. Ich hatte die Größe dieser Einrichtung unterschätzt und lief erst einmal etwas planlos gleich zum ersten Eingang hinein, nur um letzten Endes festzustellen, dass der Treffpunkt, das GinYuu, von außen erreichbar ist.

Im GinYuu gibt es, laut Selbstdarstellung, "panasiatisch-pazifische Küche". Mit anderen Worten, das Essen ist stark asiatisch angehaucht, aber nicht authentisch auf die Küche eines Landes ausgerichtet.

Begrüßt wurde ich erst einmal akustisch von den Hits der 80er-Jahre, die später von einem DJ abgelöst wurden. Lautstärke: hoch, was die Unterhaltung an einem großen Tisch schwierig macht. Wenn ich richtig gezählt habe, hatten sich letzten Endes 12 Ironblogger eingefunden.

Zurück zum Essen: Man wird im GinYuu nicht am Tisch bedient sondern sucht sich etwas auf der Karte aus und bestellt dann an der Theke, direkt bei einem der Köche. Und diesem kann man dann auch bei der Zubereitung der Speise zusehen. Obwohl das natürlich ein paar Minuten dauert und das Restaurant belebt war, gab es keine langen Schlangen. Was man im Laufe des Abends alles konsumiert, wird elektronisch auf einer Karte vermerkt (ohne sichtbaren Chip, also vermutlich mit NFC oder einer ähnlichen Technologie).

Ach ja, ich habe mein Essen dieses Mal tatsächlich fotografiert, zumindest teilweise. Meine Vorspeise war kalt: Die vegetarischen Nachos bestanden aus frittierten Teigteilchen und gut zur Hälfte aus gesalzenen Kartoffelchips, dazu zwei Dips.

Bei der Hauptspeise durfte der Koch dann in Aktion treten und die Zutaten im Wok anbraten und vermengen. Inhalt des Gerichts, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Reis, Scampi, Ananas, Bohnen, Paprika, Rosinen, Cashew-Nüsse. Dass man bei asiatischen scharfen Soßen vorsichtig sein sollte, lerne ich in diesem Leben aber auch nicht mehr. Trotz laufender Nase war das Ergebnis aber sehr lecker.

Durch die direkte Zubereitung kann man sein Gericht natürlich auch individuell anpassen lassen. Nur sollte man ungefähr wissen, was man eigentlich bestellt hat und wie das Ergebnis in etwa aussehen wird. Thomas und Frank haben es jedenfalls geschafft, ihre Gerichte zu vertauschen.

Am wenigsten asiatisch waren wohl die Nachspeisen. Wie ein authentischer vietnamesischer Kuchen aussehen muss, kann ich natürlich nicht beurteilen, aber Kokos-Pannacotta ist sicher nichts, das man irgendwo in Asien auf der Speisekarte finden würde (aber ich brauchte noch etwas zum Löschen). Enttäuschend auch, den Espresso in einer nicht-vorgeheizten Tasse serviert zu bekommen - er war natürlich schon fast kalt, bis ich zurück an meinem Platz war.

Die Unterhaltung am Tisch war angesichts der Lautstärke (es wurde etwas besser, als der DJ auflegte) auf die direkt Umsitzenden beschränkt oder wurde auch mal kurzerhand auf Twitter verlegt. Da Frank sich ordentlich Notizen gemacht hat, überlasse ich die Dokumentation der Themen einfach ihm :)

Am Ende hatten wir dann wohl eine Punktlandung hingelegt und ziemlich genau den zur Verfügung stehenden Betrag gemeinsam verfeiert. Jetzt müssen die Ironblogger erst einmal wieder fleißig faul sein, damit wieder Geld in die Kasse kommt.

Fazit zum GinYuu: Wer authentisches asiatisches Essen möchte, ist hier sicher fehl am Platz. Vor- und Hauptspeise waren aber lecker, während bei den Deserts noch Potenzial zur Verbesserung besteht. Die Location ist schick, man kann nicht nur an Tischen sondern auch auf Sofas und Sesseln sitzen und essen. Es war auch die ganze Zeit über belebt (aber nicht voll). Wir waren die Gruppe mit dem ausdauerndsten Sitzfleisch, wobei mir meines auf dem harten Stuhl am Ende schon etwas weh tat. Ich kann mir sehr gut vorstellen, hier mal wieder Essen zu gehen.

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