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Erste Erfahrungen mit dem Betabook

Ich habe ein neues Notizbuch. Es hat allerdings keine Seiten. Oder, je nach Sichtweise, nur eine Seite.

   

Das Betabook, hervorgegangen aus einem Kickstarter-Projekt, könnte man auch als Whiteboard in Form eines Notizbuchs bezeichnen. Man kann sich Notizen darin machen oder etwas zeichnen. Dann macht man ein Foto, wischt die Fläche ab und hat wieder Platz für mehr Notizen. Oder Brainstorming. Oder Doodles. Oder was auch immer.

Ich weiß nicht, wie diese Idee für andere klingt - mir erscheint sie sinnvoll. Ich habe eine Menge schöner Notizbücher. Die meisten davon sind unbenutzt - weil sie so schön sind, dass ich mich nicht getraut habe, sie zu benutzen. Andere habe ich benutzt, aber nur die ersten paar Seiten. Und die Notizen, die ich mir darin gemacht habe, finde ich immer genau dann nicht mehr (oder habe das Notizbuch nicht zur Hand) wenn ich sie brauche.

Beim Betabook ist das anders. Es ist schick, lädt aber zum Benutzen ein (es sei denn, man hat Angst vor der leeren Seite). Ist die Seite voll oder der Gedankengang abgeschlossen, macht man ein Foto - ein Smartphone mit Kamera oder ähnliches hat man ja eh normalerweise dabei. Und dann kann man diese elektronische Kopie in sein bevorzugtes System digitaler Notizen einsortieren.


Schrittweise Entwicklung dokumentiert

Ich benutze z.B. die iOS-App Scanner Pro. Diese lässt mich auch gleich mehrere Schnappschüsse zu einem PDF zusammenfügen und lädt das ganze dann automatisch zum Dienst meiner Wahl hoch, etwa iCloud Drive, Dropbox, oder Evernote (und noch einige andere). Hier ist es natürlich wichtig, dass man auch ein System oder zumindest einen zentralen Speicherort hat, damit man die abfotografierten Notizen auch wieder findet.

Das Konzept gefällt mir soweit jedenfalls schon einmal. Es überbrückt die Lücke zwischen analog und digital, mit der ich ja schon länger kämpfe. Das Notizbuch-Format (es gibt eines, das aufgeklappt A4 entspricht und eines in A3) ist ein guter Ansatz: Man ist damit vertraut, sowohl was die Größe als auch was die Handhabung und den Transport angeht.

Einziger Kritikpunkt bisher: Das mitgelieferte Vlies reinigt die weiße Fläche nicht wirklich - es bleiben Schlieren zurück bzw. man verschmiert damit die Farbe der Stifte z.T. sogar so, dass Negative zurückbleiben: Geschriebene Texte sind dann in weißer Schrift vor verschmiertem Hintergrund zu lesen. Mit einem Stück handelsüblicher Papier-Küchenrolle wird das Betabook einfacher und zuverlässiger wieder sauber.

   

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Warum man einen Livescribe Pen nicht bei eBay kaufen sollte - Dirks Hirnableiter
[...] Für dieses Problem gibt es viele Lösungsansätze und viele davon habe ich schon durchprobiert (und z.T. auch noch in Gebrauch ). Ein besonders faszinierender Ansatz sind die so genannten Smart Pens oder auch Digital Pens. Die Idee ist, dass [...] [mehr]
Empfangen am Sonntag, 10. Januar 2016, 11:00 Uhr

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