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Ein Besuch bei Pixomondo

Am Wochenende fand in Stuttgart das EduCamp statt, ein Barcamp zum Thema Bildung (Education). Zum Auftakt gab es am Freitag schon einen Stopp-Motion-Workshop, an dem ich nicht teilgenommen habe, sowie einen Besuch bei Pixomondo, den ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Pixomondo, für diejenigen, denen der Name nichts sagt, ist ein Filmstudio, das sich auf digitale visuelle Effekte spezialisiert hat, mit Ablegern rund um den Globus und eben auch in Stuttgart. Wir bekamen gleich zu Anfang einen Überblick über die Aktivitäten der Firma gezeigt, die über Filme, Serien und Werbung hinaus gehen. Tatsächlich hatte man mal mit speziellen großflächigen Displays für Messeauftritte angefangen. Mittlerweile ist man aber bekannter für einen Oscar für Special Effects, einige Emmys und vor allem für die Effekte in Filmen wie Hugo oder Serien wie Game of Thrones.

Der größere Teil der Präsentation drehte sich dann auch um die Drachen in eben dieser Serie, die seit der zweiten Season komplett von Pixomondo produziert werden. In schon fast wieder zu vielen Details wurden wir ausführlich über die Detailarbeit informiert, die in diese Fantasiewesen fließt, damit sie trotzdem "echt" aussehen. Und man hat sich hier wirklich Mühe gegeben und Muskelbewegungen, Skelette, Muster auf Fell und Gefieder und noch viele weitere Vorbilder aus der Natur analysiert und versucht, daraus möglichst natürlich aussehende und sich bewegende Drachen zu produzieren.

Interessant fand ich ja noch die eingeworfenen gelegentlichen Anmerkungen, die darauf schließen lassen, dass es im Filmgeschäft auch nicht viel anders läuft als im "normalen" Auftragsgeschäft: Der Kunde hat irgendwelche Ideen, die er unbedingt umgesetzt sehen will - und die Experten müssen es dann entweder ausbaden oder behutsam versuchen, ihn wieder davon abzubringen.

Nebenbei haben wir den Unterschied zwischen Special Effects und Visual Effects gelernt ("echte" Spezialeffekte vs. solche, die aus dem Computer kommen), und dass es in Baden-Württemberg die bundesweit beste Förderung für Visual Effects gibt, weshalb man in Stuttgart angesiedelt ist und nicht etwa in Berlin.

Ich hätte mir ja vielleicht noch eine kleine Vorführung an einem der Arbeitsplätze gewünscht, aber trotz Freitag Nachmittag war das Büro noch gut besetzt und alle fleißig am Arbeiten. Da hätten wir wohl zu sehr gestört. Interessant war's allemal auch so. Danke für die Führung und Danke an die EduCamp-Orga fürs Organisieren.

(Fotos aus der Präsentation, aufgenommen von meinem Narrative Clip)

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