Musik

Cowboy Junkies live

Gerade einmal zwei Konzerte geben die Cowboy Junkies auf ihrer aktuellen Tour in Deutschland - eins in Frankfurt und eines in Berlin. Also ist wieder einmal "Wenn die Band nicht zu mir kommt, ..." angesagt.

Beide Deutschland-Konzerte finden in Kirchen statt, das Frankfurter in der Dreikönigskirche. Ob das wohl ein Zeichen für ein "Back to the roots" der Junkies ist? Immerhin haben sie ihre zweite CD auch in einer Kirche aufgenommen. Man wird sehen.

Bei leichtem Nieselregen warten etwa 100 Personen vor der Kirche. Leichte Verwirrung gibt es um die Anfangszeit: Auf den Tickets steht 20 Uhr, das Rüsselsheimer Echo hatte am gleichen Tag noch 21 Uhr als Anfangszeit abgedruckt und am Eingang hängt wohl ein Schild, das 20 Uhr als Einlass verkündet. Nun ja, Warten ist die erste Disziplin, die man als Konzertbesucher zu meistern lernt. Warum sollte es bei diesem Konzert auch anders als bei anderen sein. Einlass ist dann schließlich um 19:45 Uhr und um 20:30 Uhr betritt die Band den Altarraum.

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Vanessa Peters

Okay, es hat mich mal wieder voll erwischt ... Ähm, ich rede von einer CD, die ich am liebsten die ganze Zeit rauf- und runterhören würde. "Sparkler" heißt das Werk, von einer mir bis dahin völlig unbekannten jungen Dame namens Vanessa Peters.

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Stereolab live

Wenn die Band nicht zu mir kommt, muss ich eben zur Band kommen. Und so stehe ich an einem Montagabend um halb acht Uhr in Heidelberg auf dem engen Stück Weg zwischen dem Eingang zum Karlstorbahnhof und den Bahngleisen und frage mich, warum Stereolab nach 10+ Jahren im Business immer noch in solchen kleinen Hallen spielen müssen.

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Mageres musikalisches Jahr?

Ein Halbsatz in der Tageszeitung über das magere musikalische Jahr 2003 brachte mich auf die Idee, mal ein erstes kurzes Fazit zu ziehen. Denn ich teile diese Meinung ganz und gar nicht ...

Neuentdeckung des Jahres war für mich ganz klar "Silent Moving Pictures" von Ursa Minor. Das ist die CD, die Tori Amos schon seit Jahren hätte machen sollen (aber um der armen Tori nicht ganz Unrecht zu tun: "Scarlet's Walk" war schon wieder deutlich besser als die letzten paar Alben davor - sie kann's also noch).

Comeback des Jahres: Throwing Muses (Albumtitel ditto). Kraftvoll und ätzend wie in den besten Zeiten (oder sogar besser?) legen Kristin Hersh und Co. (inkl. Tanya Donelly im Background!) los, dass es eine wahre Freude ist. Lieblingszeile: Inside that Pandora's Box was a can of worms ....

Konzert des Jahres: Anne Clark, Acoustic Tour.

Honorable Mention: Frank Black, "Show me your tears". Mit diesem Album hat der Meister endgültig bewiesen, dass er in allen Musikstilen stilsicher seinen eigenen Stil vorbringen kann. Und ich erkläre mich hiermit nunmehr auch offiziell zu seinem Fan.

Darüber hinaus kann ein Jahr, in dem sowohl Spiritualized ("Amazing Grace") als auch Mark Kozelek (mit seiner neuen Band Sun Kil Moon) neue Alben vorlegen, schon per se nicht schlecht sein.

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Anne Clark live

Um es vorweg zu nehmen: Das war das kurioseste, gleichzeitig aber auch beste Konzert, auf dem ich jemals war.

Kurios waren schon die Voraussetzungen, kannte ich doch von Anne Clark vor dem Konzert nicht einmal eine Handvoll Songs und davon gerade einmal zwei mit Namen. Auf das Konzert zu gehen, war einer meiner berühmten spontanen Einfälle ...

Kurios auch der Ort: Der Mozartsaal ist der kleinste Konzertsaal in der Stuttgarter Liederhalle. Von der Form her mehr oder weniger dreieckig, steht die Bühne also zwangsläufig in einer Ecke und die Anordnung der Sitzplätze ist auch eher ungewöhnlich. Trotzdem hatte ich einen praktisch perfekten Platz: Leicht erhöht, kein weiterer Platz vor mir, hatte ich direkten Blick auf die Bühnenmitte und saß praktisch auf Augenhöhe mit Anne Clark (wenn auch etwa 8-10 Meter entfernt).

Das Kuriosum schlechthin war aber, dass sich die Grande Dame des elektronisch untermalten Sprechgesangs auf einer Akustik-Tour befindet. Ob das gut gehen kann? Und ob es kann!