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Ankündigung: Vortrag über Lifelogging auf der FrOSCon

Alle Jahre wieder findet, mittlerweile zum neunten Mal, in Sankt Augustin bei Bonn die Free and Open Source Conference, kurz FrOSCon, statt. Und wie jedes Jahr werde ich wieder dort sein und - worauf ich auch ein bisschen stolz bin - wieder einen Vortrag halten.

Nachdem ich zuletzt zwei Mal dort meinen Workshop über besseres Präsentieren, Presenting for Geeks, halten durfte, bin ich dieses Jahr wieder mit einen "normalen" Vortrag am Start. Das Thema, das mich seit Anfang des Jahres beschäftigt, ist Lifelogging, also die Idee, einfach alles aufzuzeichnen, was einem im täglichen Leben so passiert. Dazu hatte ich bereits zweimal einen kurzen Vortrag gehalten (zuletzt beim Webmontag im Juni).

Nun folgt also die Langfassung, gewissermaßen das Fazit der bisherigen Erkenntnisse und Erlebnisse, ergänzt um eine Einschätzung der rechtlichen Lage (einem Thema, das immer wieder aufkommt, wenn ich die Kamera erwähne), wozu ich auch noch einen Rechtsanwalt befragen werde.

Hier ist noch der Text der Ankündigung:

Vorsicht, Kamera!
Lifelogging: Was soll das? Wie geht das? Und darf der das eigentlich?

Lifelogging ist die Idee, einfach alles aufzuzeichnen, was einem im täglichen Leben so passiert und begegnet. Neben der Frage nach dem Sinn stellen sich da schnell rechtliche Fragen und solche der Etikette. Wann ist es okay, seine Umgebung fotografisch festzuhalten und wann nicht?

Im Selbstversuch trage ich seit Anfang des Jahres eine kleine Kamera, die automatisch alle 30 Sekunden ein Foto macht. Es ist also nicht Google Glass, aber viele Fragen, die sich ergeben, sind die gleichen: Darf man eigentlich permanent seine Umgebung und seine Mitmenschen abfotografieren? Und selbst wenn, wo liegen die Grenzen an denen es einfach gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert ist? Und warum existieren diese Tabus eigentlich?

Wer nun meint, das sei nur ein Randthema, das eh nur ein paar "Spinner" betrifft, wird vielleicht überrascht sein, wie weit verbreitet zumindest Teilaspekte von Lifelogging bereits sind. Von der Helmkamera beim Skifahren bis zum Fitness-Tracker - viele dieser "wearable devices" sind schon um uns herum im Einsatz. Mit anderen Worten: Es wird vielleicht kein Massenmarkt, aber die Lifelogger sind bereits unter uns und wir müssen uns überlegen, wie wir damit umgehen wollen und welche neuen gesellschaftlichen Normen wir als Reaktion darauf entwickeln.

Beim Blick auf die verfügbare Hard- und Software fällt auf, dass praktisch alle am Markt befindlichen Produkte "closed" sind und oft auch die gesammelten Daten "in der Cloud" speichern. Mit der zu erwartenden Verbreitung von Lifelogging und Quantified Self eröffnen sich hier also auch neue Betätigungsfelder für die Open Source- und Open Hardware-Szene.

Sieht man sich in Sankt Augustin am 23. und 24. August?

P.S. Und wer sich wundert, was das Foto der "normalen" Kamera mit dem Vortragsthema zu tun hat, möge bitte nochmal kurz darüber nachdenken, wie das Bild wohl zustande gekommen ist :)

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Andere haben folgendes über 'Ankündigung: Vortrag über Lifelogging auf der FrOSCon' geschrieben:

Experiments in Lifelogging, Part 11: A talk and an interview - Dirks Hirnableiter
[...] German). These also served as test drives for a possible longer and more in-depth talk about the topic. The time for that talk finally came at FrOSCon, an open source conference in Sankt Augustin (near Bonn, Germany's former capital). The [...] [mehr]
Empfangen am Freitag, 05. September 2014, 10:01 Uhr

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